
re:publicast Netzpolitik: Wie erklärt man Politiker*innen das Internet, Elina Eickstädt?
Was genau ist eigentlich das Internet – für dich ganz persönlich? Wenn die Antwort darauf eher diffus ausfällt, bist du damit sicher nicht allein. Während wir im Alltag oft nur über soziale Netzwerke sprechen, bleiben die technologischen Systeme und Prozesse dahinter für viele ein Rätsel – oft sogar für die Politik. In dieser Folge des re:publicast spricht Host Jonas Ross mit Elina Eickstädt, bekannt als „Khaleesi“, über die dringende Notwendigkeit, den digitalen Raum demokratisch und rechtssicher zu organisieren. Die Informatikerin und Sprecherin des Chaos Computer Clubs (CCC) macht deutlich, dass das Netz alles andere als ein rechtsfreier Raum ist, auch wenn die Gesetzgebung dem technologischen Tempo oft hoffnungslos hinterherhinkt.
Elina Eickstädt hat sich einer Mammutaufgabe verschrieben: Politiker*innen das Internet und dessen Funktionsweise zu erklären. Als Expertin für europäische Digitalpolitik bohrt sie wortwörtlich „dicke Bretter“ – so auch der Name ihres Podcasts, in dem sie gemeinsam mit Constanze Kurz und Elisa Lindinger netzpolitische Prozesse seziert. Im re:publicast gibt sie Einblicke in ihren Kampf gegen die viel diskutierte Chatkontrolle und erklärt, warum es im Angesicht riesiger Tech-Monopole und langwieriger EU-Bürokratie brandgefährlich ist, wenn die Gesellschaft kein klares Bild von der Architektur des Digitalen hat.
Wie steht es also um den Datenschutz der Zukunft? Brauchen wir vielleicht ein digitales Grundgesetz, um unsere Grundrechte im Netz dauerhaft zu sichern? Elina analysiert die Rolle der EU beim Schutz vor Rechtsbrüchen und diskutiert, wie eine Regulierung aussehen muss, die nicht nur reagiert, sondern gestaltet. Von IT-Sicherheit bis hin zu den Fallstricken europäischer Gesetzgebungsprozesse liefert sie eine fundierte Bestandsaufnahme für alle, die verstehen wollen, wie in der EU Politik und Recht im 21. Jahrhundert zusammenspielen.
Diese Folge entstand Ende 2025 am Rande des Reeperbahn Festivals in Hamburg als Teil unserer vierteiligen Reihe auf dem Weg zur re:publica 2026 in Berlin.
