
Ganz offen gesagt #6 2020 Über Klimakommunikation und Corona – mit Isabella Uhl-Hädicke
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Apr 10, 2020 Isabella Uhl-Hädicke ist Umweltpsychologin an der Universität Salzburg und forscht zu menschlichem Verhalten beim Umgang mit Bedrohungen wie dem Klimawandel. Sie diskutiert, wie Klimakommunikation und die COVID-19-Pandemie miteinander verbunden sind. Uhl-Hädicke erklärt, dass unmittelbare Bedrohungen schnellere Reaktionen hervorrufen, während abstrakte Herausforderungen oft ignoriert werden. Zudem spricht sie über die Wichtigkeit emotionaler Ansprache und die Rolle von sozialen Normen für umweltfreundliches Verhalten.
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Episode notes
Bedrohung Führt Oft Zu Symbolischem Verhalten
- Auf Bedrohungsinformationen reagieren Menschen meist symbolisch statt direkt.
- Uhl-Hädicke berichtet, dass existenzielle Bedrohungen Ohnmacht auslösen und viele Experimente symbolische Abwehr zeigen (z.B. härteres Bestrafen).
Kommuniziere Im Werteframe Der Zielgruppe
- Passe Klimakommunikation an Zielgruppenwerte an.
- Uhl-Hädicke nennt konservative Werte (Status quo, Finanzen) und empfiehlt, Folgen finanziell-konkret darzustellen, nicht nur moralisch zu appellieren.
Experiment Zeigt Umweltbotschaften Wirken Besser
- Niederländische Studie testete Plakate für Reifendruckmessung mit drei Botschaften.
- Ergebnis: Umwelt-Appell war erfolgreichster, finanzielle Botschaft rangierte zuletzt, Kontrolle in der Mitte.
