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Neues Heizungsgesetz - Wie viel Bio ist zum Verheizen da? | GEG und GMG

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Mar 11, 2026
Benjamin Köhler, Senior Researcher am Öko-Institut Freiburg, erklärt knapp seine Arbeit zu Energie und Klimaschutz. Er diskutiert technische Potenziale und Grenzen von Biomethan und biogenen Brennstoffen. Es geht um realistische Mengen, Rohstoffherkunft, maximale Potenziale aus Reststoffen und Risiken durch Preise sowie darum, wo Biomasse im Energiesystem am meisten Sinn macht.
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INSIGHT

Biomethan Kann Gasbedarf Nicht Vollständig Ersetzen

  • Deutschland verbrauchte 2024 in Haushalten rund 253 Terawattstunden Gas, ein vollständiger Ersatz durch Biomethan ist unrealistisch.
  • Aktuelle Biomethanerzeugung liegt bei ~10–11 TWh; 10% Beimischung für neu eingebaute Heizungen bis 2029 ist daher wahrscheinlich machbar.
INSIGHT

Reststoffe Liefern Nur Begrenztes Biomethanpotenzial

  • Technisches Reststoffpotenzial für Biomethan in Deutschland liegt bei knapp über 100 TWh pro Jahr, aber etwa die Hälfte ist bereits genutzt.
  • Zusätzlich mobilisierbar sind realistischerweise nur ~50–60 TWh pro Jahr aus Gülle, Mist und Pflanzenresten.
INSIGHT

Anbaubiomasse Verursacht Nutzungskonflikte

  • In Deutschland stammt Biogas/Bruttobiomethan nach wie vor überwiegend aus angebauter Biomasse wie Mais, obwohl Reststoffe zunehmen.
  • Flächenkonkurrenz macht zusätzlichen Anbauproblematisch; daher sollte Fokus auf Reststoffen liegen.
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