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Homo Sovieticus – Utopie und Alltag

8 snips
Feb 21, 2025
Klaus Gestwa, Direktor des Instituts für Osteuropäische Geschichte und Landeskunde, taucht tief in das Konzept des Homo Sovieticus ein. Er erörtert die ideologischen Bestrebungen der UdSSR zur Schaffung eines neuen Menschen und die Rolle von Bildung und Propaganda dabei. Die dunklen Seiten der Gulags und deren Auswirkungen auf die Gesellschaft werden angesprochen. Zudem diskutiert Gestwa, wie das Erbe des Homo Sovieticus auch heute noch die Identität und politische Kultur in Russland prägt und welche Bedeutung dieser Begriff für die Gesellschaft hat.
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INSIGHT

Das Ziel: Der Neue Mensch

  • Die junge UdSSR wollte einen neuen sowjetischen Menschen durch Wissenschaft, Bildung und Umerziehung erschaffen.
  • Das Ergebnis ist umstritten: Kritiker bemängeln politische Desinteresse und Dienst nach Vorschrift.
ANECDOTE

Der Belomorkanal

  • Der Bau des Weißmeerkanals (Belomorkanal) in den 1930ern, mit tausenden Todesopfern, diente als Vorzeigeprojekt.
  • Ein Sammelband von Schriftstellern unter Maxim Gorki verherrlichte die Umerziehung der Zwangsarbeiter.
ANECDOTE

Pawlik Morosow

  • Pawlik Morosow denunzierte seinen Vater, der daraufhin inhaftiert wurde.
  • Pawlik wurde später von Verwandten getötet und von der Propaganda zum Märtyrer stilisiert.
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