
Jung & Naiv #583 - Historiker Grzegorz Rossoliński-Liebe über Bandera & die Geschichte der Ukraine
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Jul 8, 2022 Grzegorz Rossoliński-Liebe, Historiker an der FU Berlin, forscht zu Holocaust, Nationalismus und Faschismus. Er spricht über Stepan Bandera, seine Einordnung in den 1930ern/40ern und die Entstehung des Bandera-Kults. Es geht um Kollaboration mit Nazi-Deutschland, regionale Verklärung in Westukraine und die Rolle von Forschung und Erinnerungspolitik.
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Episode notes
Zusammenarbeit Mit Deutschland War Strategisch
- Bandera und die OUN arbeiteten vor 1941 teils mit deutschen Militärdiensten zusammen, weil beide Interesse an der Schwächung der Sowjetunion hatten.
- Der Plan scheiterte, weil Hitler keine neuen Staaten in den besetzten Gebieten zulassen wollte.
Lokale Beteiligung Am Holocaust In Der Westukraine
- In der Westukraine wurden 1942 fast alle Juden ermordet; deutsche Täter führten den Holocaust, aber lokale Ukrainer unterstützten bei Morden und Deportationen.
- OUN-Mitglieder dienten in ukrainischer Polizei und halfen Deportationen ins Vernichtungslager zu organisieren.
Bandera In München Und Geheimdienstkontakte
- Nach 1944 wurde Bandera aus Haft entlassen und lebte später in München, wo er mit westlichen Geheimdiensten in Kontakt stand.
- Er gründete ein UN-Zentrum in München und blieb Ziel sowjetischer Attentatspläne.
