
Weltspiegel Podcast Guantanamo: Warum gibt es das US-Gefangenenlager noch immer?
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Apr 10, 2026 Kai Ambos, Professor für Straf- und Völkerrecht in Göttingen, erklärt juristische Einordnungen. Sarah Schmidt, ARD-Korrespondentin, berichtet von ihrem Besuch auf der Militärbasis, Gerichtsverhandlungen und Begegnungen mit Angehörigen. Es geht um Haftbedingungen, langwierige Verfahren, Foltervorwürfe und die politischen sowie völkerrechtlichen Folgen für Rechtsstaatlichkeit.
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Episode notes
Zwei Welten Auf Einer Militärbasis
- Sarah Schmidt beschreibt Guantanamo als zwei Welten mit Strand und amerikanischer Kleinstadtinfrastruktur neben dem Gefangenenlager.
- Sie schildert Anreise per Militärcharter, Aufnahme in Hotel mit McDonald's und zugleich verfallene Käfige von Camp X-Ray, die sie besucht hat.
Strikte Sicherheitsregeln Bei Vorverhandlungen
- Sarah Schmidt berichtet von Pre-Trial Hearings, die wochenweise stattfinden und bei denen Anwälte, Ankläger, Angehörige und Journalisten eingeflogen werden.
- Im Gerichtssaal saßen Teilnehmer hinter Dreifachverglasung, Ton wird mit 40 Sekunden Verzögerung übertragen wegen möglicher Geheimhaltung.
Foltervorwürfe Blockieren Prozesse
- Verfahren in Guantanamo ziehen sich, weil Beweise oft aus Folter stammen und deren Zulässigkeit vor Militärtribunalen strittig ist.
- Sarah Schmidt erklärt, dass Geständnisse aus CIA-Geheimgefängnissen die Verwertbarkeit behindern und so Prozesse jahrelang blockieren.

