
Deep Talk - Deutschlandfunk Nova Luisa L’Audace, warum ist 'behindert' kein negatives Wort?
Dec 15, 2021
Luisa L’Audace, Aktivistin für Inklusion und Antidiskriminierung, spricht über ihre Erfahrungen mit Diskriminierung und wie sie lernte, diese als strukturelle Probleme zu erkennen. Sie erklärt, warum der Begriff 'behindert' kein negatives Wort ist und wie Selbstbezeichnung empowern kann. Außerdem thematisiert sie den Einfluss des Bildungssystems auf Ausgrenzung und kritisiert die Medienrepräsentation. Luisa fordert gesetzliche Maßnahmen gegen Diskriminierung und spricht sich für echte Teilhabe behinderter Menschen in Entscheidungsprozessen aus.
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Episode notes
Scheinrepräsentation Hilft Nicht
- Repräsentation in Medien ist oft Scheindiversität und ändert keine Strukturen.
- Oft sieht man nur einzelne 'schöne' Darstellungen, während reale Barrieren wie Treppen bestehen bleiben.
Das Wort 'Behindert' Als Selbstbezeichnung
- Luisa betont, dass 'behindert' keine negative Bezeichnung sein sollte und Identifikation stärkt.
- Die Selbstbenennung nimmt anderen die Deutungsmacht und ist ein Befreiungsschlag für die Identität.
Identity‑First Vor Person‑First
- Luisa bevorzugt Identity‑First-Language: 'ich bin eine behinderte Frau', weil die Behinderung untrennbar ist.
- Sie akzeptiert jedoch auch Person‑First-Formulierungen, Hauptsache klare Begriffe statt Euphemismen.
