
Forschung aktuell Widerlegt: Frühjahrsmüdigkeit gibt es gar nicht
Mar 11, 2026
Christine Blume, Schlafforscherin an der Universität Basel mit Fokus auf Chronobiologie, erklärt ihre Studie zur angeblichen Frühjahrsmüdigkeit. Sie berichtet über Methoden und Befunde, die keinen saisonalen Müdigkeitseffekt zeigen. Kultur und Erwartung spielen eine große Rolle. Diskussion über Hormonentheorien und praktische Tipps zu Schlaf, Tageslicht und Bewegung.
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Keine Messbare Frühjahrsmüdigkeit In Daten
- Forscherin Christine Blume fand in einer einjährigen Studie mit über 400 Teilnehmenden keinen messbaren Anstieg von Müdigkeit im Frühling.
- Fast die Hälfte berichtete subjektiv Frühlingsmüdigkeit, doch die Daten zeigten keine saisonalen Veränderungen bei Schlafdauer, -qualität oder Erschöpfung.
Warum Die Studie Über Frühlingsmüdigkeit Entstand
- Christine Blume wurde wiederholt von Journalistinnen und Journalisten angesprochen, weil viele über Frühlingsmüdigkeit berichten wollten.
- Das erstaunte sie, weil trotz vieler Erklärungen niemand zuvor die Existenz des Phänomens systematisch untersucht hatte.
Frühlingsmüdigkeit Als Kulturelle Wahrnehmung
- Blume bezeichnet Frühlingsmüdigkeit als kulturell geprägtes Phänomen statt als biologisch nachweisbaren Zustand.
- Menschen richten mehr Aufmerksamkeit auf Müdigkeit, lesen davon und interpretieren normale Erschöpfung als Frühlingsmüdigkeit.

