
Unboxing News - Deutschlandfunk Nova Deepfakes - Collien Fernandes ist kein Einzelfall
Mar 20, 2026
Mit Jacqueline Sittig, Juristin und Forscherin zu nicht einvernehmlichen sexualisierten Deepfakes, und Theresia Crone, Jurastudentin und Betroffene. Sie sprechen über real wirkende Fake-Profile und Nacktbilder. Es geht um rechtliche Lücken in Deutschland, Spanien als Vorbild und die psychischen Folgen digitaler Gewalt. Hinweise zu Anlaufstellen und Forderungen nach systemischer Veränderung runden das Gespräch ab.
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Episode notes
Studierende entdeckt realistische Deepfake-Profile
- Theresia Crone entdeckte Weihnachten 2023 ein gefälschtes Instagram-Profil mit Nacktbildern und Chats, die sie nie geführt hatte.
- Die Deepfakes waren so realistisch, dass sie kurz glaubte, die Szenen hätten wirklich stattgefunden und empfand Scham und Ekel.
Opfer bleibt im Dunkeln über Strafverfahren
- Theresia erstattete Anzeige und dokumentierte Screenshots, erhielt aber kaum Informationen aus dem Verfahren und erfuhr zufällig von einem rechtskräftigen Strafbefehl.
- Das Verfahren lief teilweise über ihren Kopf hinweg; sie konnte nie Schmerzensgeld oder persönliche Aussagen im Prozess geltend machen.
Herstellung von Deepfakes bleibt rechtliche Lücke
- In Deutschland ist die Herstellung nicht einvernehmlicher sexualisierter Deepfakes rechtlich kaum erfasst; meist greift nur Verbreitungsrecht oder Urheberrecht.
- Die Strafbarkeit der Erstellung fehlt weitgehend, sodass Täter oft strafrechtlich unzureichend verfolgt werden können.
