
Ganz offen gesagt #16 2020 Über Wiens (Nicht)-Wahlberechtigte - mit Ilkim Erdost
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Sep 15, 2020 Ilkim Erdost ist die Geschäftsführerin des Vereins Wiener Jugendzentren und war zuvor Bezirksrätin für die SPÖ. In dem Gespräch geht es um Wiens nicht wahlberechtigte Jugendliche und die Auswirkungen ihrer Ausschlussmechanismen auf das demokratische Engagement. Sie diskutieren die Herausforderungen für junge Migranten und die psychologischen Folgen des Wahlrechtsausschlusses. Außerdem beleuchtet Erdost die große Bedeutung von Einbürgerung für die politische Teilhabe und die notwendige Förderung des Gemeinschaftsgefühls unter Jugendlichen.
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Episode notes
Wienisches Problem Mit Nationaler Ursache
- Das Problem ist urban und österreichisch: andere große europäische Städte haben höhere Einbürgerungsraten und daher weniger Ausschluss.
- Erdost nennt Hamburg, Berlin und München als Gegenbeispiele und betont, Wien könne das Problem nicht allein lösen, es braucht Bundesebene.
Soziale Ansteckung Reduziert Wahlbeteiligung
- Frühe Sozialisation beeinflusst langfristige Partizipation: wer als Jugendlicher ausgeschlossen ist, bleibt oft dauerhaft distanziert.
- Erdost nennt außerdem indirekte Ansteckungseffekte im sozialen Umfeld, die Wahlbeteiligung auch bei Stimmberechtigten senken.
Demokratie Durch Alltägliche Praxis Lernen
- Fördere demokratische Praxis lokal durch Jugendbeteiligung in Alltagssituationen wie Kochen, Programmgestaltung und Leitung von Jugendzentren.
- Erdost beschreibt konkrete Projekte: Bezirksparlamente, Probewahlen und Werkstatt Junges Wien mit 22.000 Teilnehmenden.
