
Radiowissen Das Jahr nach Kriegsende 1/3 - Niemandszeit in einer bayerischen Gegend
Feb 24, 2026
Barbara Stelzl-Marx, Professorin für europäische Zeitgeschichte, erklärt Gefangene und Besatzungsprobleme. Helmut Gruber, Zeitzeuge aus Burghausen, berichtet lebhaft aus Tagebuch und Alltag. Marita Krauss, Historikerin für Regionalgeschichte, ordnet Nachkriegsunsicherheit, Lebensmittelknappheit und Wohnungsnot ein. Gespräche über Plünderungen, Selbstschutz, Besatzungsregeln und die gefährliche Zwischenzeit nach Kriegsende.
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Kinder Spielen Mit Munition Auf Den Straßen
- Der zehnjährige Helmut Gruber spielte mit gefundenen Patronen und Blindgängern, die Kinder als Abenteuerspielplatz nutzten.
- Die Militärregierung hatte Schulen geschlossen, was Kindern viel Zeit auf Straßen und Gleisen ließ.
Zwangsarbeiter Plündern Ländliche Höfe Als Rache
- Nach Kriegsende sammelten sich Tausende ehemalige Zwangsarbeiter bei Anorganer, gingen aufs Land und plünderten Nahrungsmittel, teils mit Gewalt.
- Alois Remmelberger berichtet, dass Amerikaner dies oft duldeten, da Befreite Rache suchten.
Besatzer Erlauben Teilweise Plünderungen
- In einigen Regionen erlaubten US-Besatzer ehemaligen Zwangsarbeitern kurzzeitiges strafloses Plündern; in Burgkirchen durften sie monatelang rauben und wurden sogar bewaffnet.
- Bauern, entwaffnet durch Ablieferungen, waren wehrlos und wehrten sich später mit Selbstschutz.



