
Handelsblatt Trump-Watch - Der Analyse-Podcast zur zweiten Amtszeit des US-Präsidenten Geschichte im Kulturkampf: Wie Donald Trump die amerikanische Erinnerungspolitik verändern will
Apr 2, 2026
Andreas Etges, Historiker am Amerika-Institut der LMU mit Schwerpunkt US-Geschichte und Erinnerungskultur. Er spricht über Trumps Eingriffe in Smithsonian und National Park Service. Er schildert politische Einflussnahme, Selbstzensur in Museen und Sponsorenrückzug. Er diskutiert das 250. Jubiläum von 1776 als Instrument zur Umdeutung der US-Geschichte.
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Episode notes
Bundesinstitutionen Als Hebel Der Erinnerungspolitik
- Die Trump-Regierung greift zentral geförderte Institutionen an wie Smithsonian und National Park Service, um Erinnerungspolitik von oben zu steuern.
- Smithsonian-Berichte, Schließungen von Büros und Anweisungen zeigen einen systematischen Eingriff in Ausstellungsplanung und Inhalte.
Eingriff Oft Unsichtbar Und Abschreckend
- Der Druck wirkt vor allem durch Reorganisationen, Berichtsanforderungen und das Stilllegen kritischer Abteilungen, nicht nur durch sichtbare Zensur.
- Kollegen meiden E‑Mails/WhatsApp und nutzen Signal mit verschwindenden Nachrichten aus Sorge vor Repression.
Backlash Gegen Diversifizierte Geschichtserzählungen
- In den letzten Jahrzehnten diversifizierten Smithsonian und National Park Service die Narrative zu Afroamerikanern, Frauen und Native Americans. Trump versucht jetzt einen Rückschritt zur heroischen Erzählung.
- Die Executive Order "Restoring Truth and Sanity" besetzt Sprache, um kritische Interpretationen als "improper" zu delegitimieren.
