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„Buddenbrooks“ - Aufstieg, Verfall – und Nobelpreis

Feb 26, 2026
Rolf Füllmann, Privatdozent an der Universität zu Köln und Autor einer Einführung zu Thomas Manns Werk, erklärt prägnant, warum der Roman Buddenbrooks Aufstieg und Verfall einer Kaufmannsfamilie zeigt. Kurze Einblicke in Titelwahl, familiäres Haus als Symbol, Leitmotive und musikalische Struktur. Diskussion über frühe Empörung in Lübeck und die spätere internationale Anerkennung durch den Nobelpreis.
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INSIGHT

Titelwahl Spiegelt Verfall Wider

  • Thomas Mann nannte den Roman zuerst Abwärts, entschied sich aber für Buddenbrooks, weil der Titel den schleichenden Zerfall der Familie besser andeutet.
  • Der gewählte Titel spielt mit dem Namen Buddenbrook und suggeriert subtil Versumpfung und Bruch, so Rolf Füllmann.
INSIGHT

Frühe Verlagsverhandlung Und Entstehungszeit

  • Mann verhandelte am 26. Februar 1901 mit Samuel Fischer über die Veröffentlichung seines Erstlingsromans, den er zwischen 22 und 26 schrieb.
  • Der Roman beschreibt die Lübecker Kaufmannsfamilie Buddenbrook als Aufstiegs- und Niedergangsgeschichte über mehrere Generationen.
INSIGHT

Erstlaute Ablehnung In Lübeck

  • Die Erstausgabe war zu umfangreich und teuer, und viele Leser zeigten zunächst wenig Interesse.
  • In Lübeck empfand man Manns realistischen Blick als Verrat; ein Onkel nannte ihn einen traurigen Vogel, der sein Nest beschmutzt.
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