
Dissens #327 Antifaschistische Wirtschaftspolitik: Wie weit tragen die Ideen der Antifa-Ökonomen?
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Jan 7, 2026 In dieser Folge ist Sabine Nuss zu Gast, Politologin und Publizistin mit Fokus auf Ideologien des Privateigentums und Digitalisierung. Sie diskutiert die Ambivalenz und politischen Mobilisierungsfähigkeiten des Begriffs ‚antifaschistische Wirtschaftspolitik‘. Nuss beleuchtet die Zusammenhänge zwischen Sparmaßnahmen, Inflation und dem Anstieg rechter Strömungen. Zudem thematisiert sie die Rolle internationaler Solidarität und die Grenzen traditioneller Ansätze wie Vermögensteuer und Mietendeckel im Kampf gegen Faschismus.
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Episode notes
Evidenz Für Ökonomische Effekte
- Zahlreiche Studien zeigen Korrelationen zwischen Sparmaßnahmen, Inflation oder steigenden Mieten und Zuwächsen rechter Stimmen.
- Korrelationen erklären aber nicht automatisch die kausalen Motivationen einzelner Wählerinnen.
Grenzen Ökonomischer Ansätze
- Ökonomische Maßnahmen erreichen vor allem »Schwankende« Wähler, nicht aber tief verankerte rechtsextreme Einstellungen.
- Ideologische Muster wie Autoritarismus und Fremdenfeindlichkeit erklären einen Teil der Unterstützung für Rechte unabhängig von ökonomischer Lage.
Erlebte Verteilungskonkurrenz
- Sabine Nuss erzählt, wie ökonomische Ressentiments mit Migrationsfeindlichkeit verschränkt auftreten.
- Beispiel: Wahrgenommene Ungerechtigkeit bei Ausstattung von Geflüchteten löst Frust gegenüber »den Anderen« aus.



