Reframing ist mehr als ein Perspektivwechsel. Es ist die bewusste Arbeit am Rahmen zwischen Beobachtung und Bewertung – dort, wo Bedeutung entsteht und Handlungen vorbereitet werden. In dieser Episode lade ich dich ein, genau diesen Zwischenraum systematisch zu nutzen. Ausgangspunkt ist die Trennung von Beobachtung und Bewertung. Wer erkennt, mit welchem inneren Rahmen er eine Situation betrachtet, gewinnt Distanz – und damit Alternativen.
Sieben Denkwerkzeuge für dein Reframing:
Intensions-Reframe: Welche positive Absicht könnte hinter einem Verhalten stehen? Wofür könnte es – aus Sicht der handelnden Person – sinnvoll sein?
Funktions-Reframe: Welche stabilisierende Funktion erfüllt ein Problem im System? Welche Dynamik hält ein Konflikt möglicherweise aufrecht?
Kontext-Reframe: In welchem Umfeld wäre genau dieses Verhalten eine Stärke? Wo passt das, was hier irritiert, eigentlich gut hin?
Zeit-Reframe: Wann war dieses Verhalten sinnvoll – oder wann könnte es wieder sinnvoll werden? Wie verändert sich die Bewertung entlang der Zeitachse?
Kosten-Nutzen-Reframe: Welchen Nutzen erzeugt ein Verhalten, welchen Preis zahlen wir dafür? Was wird sichtbar, wenn wir nicht moralisch, sondern abwägend hinschauen?
Beobachter-Reframe: Wie würden andere – etwa Kunden, Mitarbeitende oder die Geschäftsleitung – dieselbe Situation bewerten? Welche zusätzlichen Alternativen entstehen durch weitere Perspektiven?
Skalierungs-Reframe: Woran würden Sie merken, dass es ein Prozent besser geworden ist? Wie lässt sich ein großes Problem so verkleinern, dass der nächste machbare Schritt sichtbar wird?
Gerade der Skalierungs-Reframe knüpft an die lösungsorientierte Kurzzeittherapie von Steve de Shazer an. Nicht die perfekte Lösung steht im Vordergrund, sondern der nächste erkennbare Unterschied.
Situationen sind nicht alternativlos. Alternativlos ist nur der Rahmen, durch den wir sie betrachten.
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