
Ganz offen gesagt #24 2019 Über den Femizid und seine Hintergründe – mit Laura Wiesböck
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Nov 8, 2019 Laura Wiesböck, Soziologin an der Universität Wien, spricht über die komplexen Ursachen des Femizids und die gesellschaftlichen Strukturen, die männliche Gewalt begünstigen. Sie analysiert die Rolle der emotionalen Unterdrückung bei Männern und kritisiert das Besitzdenken. Zudem werden die Herausforderungen der mentalen Gesundheit zur Feiertagszeit thematisiert. Wiesböck betont die Notwendigkeit von Schulungen für Männer und beleuchtet, wie Identität und Medienberichterstattung zu Gewaltverhalten beitragen können.
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Episode notes
Frauenmord Als Spitze Des Gewalt-Eisbergs
- Frauenmorde sind meist das Ende eines Musters männlicher Gewalt im Nahbereich, besonders bei Trennungen oder nach Gewaltvorgeschichte.
- Laura Wiesböck nennt 2017 Zahlen zu Schutzsuchenden (15.700) und betont, dass Tötungen der Gipfel eines breiten Gewalt-Eisbergs sind.
Unterdrückte Verletzlichkeit Führt Zu Gewalt
- Männliche Sozialisation unterdrückt verletzliche Gefühle und fördert Anspruchsdenken auf Beziehungen und Kontrolle.
- Wiesböck verbindet die Unfähigkeit zur Emotionsregulierung mit höheren Suizidraten und destruktivem Verhalten gegen Andere.
Sprache Und Bilder Prägen Gewaltwahrnehmung
- Medien und Kultur vermitteln Bilder, die weiblichen Körper als verfügbare Sexualität darstellen und Victim-Blaming fördern.
- Sie empfiehlt sprachliche Präzision: statt "sie wurde vergewaltigt" lieber "er hat sie vergewaltigt".
