Friedrich Kramer, Landesbischof und Friedensbeauftragter der EKD, spricht über die zerklüftete Friedensbewegung und innerbewegte Debatten. Er kritisiert die Fixierung auf militärische Antworten. Er plädiert für gemeinsame Sicherheit, zivile Konfliktbearbeitung und die Bedeutung von Ostermärschen. Zudem erläutert er seine Haltung zu Waffenlieferungen, Wehrdienstberatung und Atomwaffenächtung.
57:07
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insights INSIGHT
Friedensbewegung Ist Zerteilt Durch Ukrainekrieg
Die Friedensbewegung ist nicht einheitlich und hat sich durch den Ukraine-Krieg gespalten.
Friedrich Kramer betont, dass Debatten über Waffenlieferungen innerhalb der Bewegung heftige Auseinandersetzungen erzeugten und neue Generationen eingebunden werden müssen.
volunteer_activism ADVICE
Setze Auf Zivile Verteidigung Parallel Zur Aufrüstung
Politik muss zivile Konfliktbearbeitung und Dialogwege aktiv fördern, nicht nur militärische Stärke.
Kramer fordert konkrete Pläne für zivile Verteidigung wie Demonstrationsschutz, Lagerung und Übungen statt alleiniger Militärausgaben.
insights INSIGHT
EKD Denkschrift Sucht Nüchterne Neuorientierung
EKD-Denkschrift versucht eine nüchterne Neubewertung friedensethischer Grundsätze und erkennt legitime rechtserhaltende Gewalt an.
Kramer kritisiert die Abwägung bei Atomwaffen: ethisch unvertretbar, politisch aber als Schutzargument genannt.
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US-Präsident Donald Trump hat sein dem Iran gesetztes Ultimatum ein weiteres Mal verlängert - bis Ostermontag. Er hat den Mullahs aber auch gedroht: wenn sich das Regime einem Friedensdeal verweigere, sei er bereit "die Hölle zu entfesseln". Die aktuelle Lage im Nahen Osten fasst Kai Küstner zusammen. Er berichtet über iranisch-russische Verbindungen und darüber, wie der Krieg Russlands Machthaber Putin hilft. Alles scheint möglich, lautet Kais Antwort auf die Frage, wie es im Iran weitergeht. Die USA jedenfalls suchen einen Ausweg - sei es durch Verhandlungen, sei es durch den Einsatz von Bodentruppen. Die Trump-Regierung hat den NATO-Verbündeten erneut mangelnde Unterstützung im Nahen Osten vorgeworfen – und einen Vergleich mit dem Krieg gegen die Ukraine gezogen. Das von Russland angegriffene Land soll übrigens nur dann US-Sicherheitsgarantien bekommen, wenn es bereit ist, den Donbass aufzugeben. Eine Bedingung, die die Ukraine nicht erfüllen kann, die Russland aber hoch erfreut. An der Front machen die Russen weiterhin keine entscheidenden Fortschritte, erklärt Kai. Er berichtet außerdem über die in Deutschland (kurz) wieder aufgeflammte Debatte über den Taurus.
Im Schwerpunkt dieser Ausgabe von Streitkräfte und Strategien spricht Host Stefan Niemann mit dem Landesbischof der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland und Friedensbeauftragten der EKD, Friedrich Kramer, über die Friedensbewegung in Zeiten der Kriege. Es geht um seinen Blick auf deutsche Waffenlieferungen an die Ukraine, auf Russlands Machthaber Putin und auf die Chancen für einen Frieden in Europa. Kramer kritisiert eine Fixierung auf das Militärische und betont, es brauche pazifistische Initiativen. Außerdem beschreibt der Landesbischof seine Sicht auf den neuen Wehrdienst und seine Erwartungen an die kommenden Ostermärsche.
Lob und Kritik, alles bitte per Mail an streitkraefte@ndr.de
Interview mit EKD-Friedensbeauftragten Landesbischof Friedrich Kramer https://www.ndr.de/nachrichten/info/audio-457784.html
Plant Trump Bodenoffensive in Nahost? https://www.axios.com/2026/03/26/iran-invasion-plans-kharg-island-trump
Trump Pressebegegnung zu Krieg im Iran und NATO-Schelte: https://www.youtube.com/watch?v=HxlmqhCaEXw
Alle Folgen von “Streitkräfte und Strategien” https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcast2998.html