
FALTER Radio Jugendsprache: Oida? Digga, das geht gar nicht mehr - #1594
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Mar 14, 2026 Matej Jakic, Wiener Lehrer und Ethnolekt‑Forscher, stellt sein Wörterbuch vor. Er erklärt, wie Migration, Rap und Social Media die Jugendsprache prägen. Lieblingswörter, Präpositionen und neue arabische Einflüsse wie „Bamsa“ werden diskutiert. Es geht auch um Genderneutralen Gebrauch von „Bruder“ und warum deutsche Begriffe das Wiener Oida verändern.
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Ethnolekt Als Ausdruck Von Gruppenzugehörigkeit
- Ethnolekt erfüllt eine soziale Funktion: Zugehörigkeit zur Migrationsgesellschaft.
- Jakic betont, dass auch Jugendliche ohne Migrationshintergrund Ethnolekt nutzen, um Gruppenzugehörigkeit zu signalisieren.
Lieblingswörter FOMO Und Cringe Aus Dem Klassenzimmer
- Matej nennt seine Lieblingswörter aus dem Ethnolekt: FOMO und Cringe.
- Er nutzt FOMO im Social-Media-Kontext und beschreibt, wie Bildschirmzeit das eigene Leben verdrängt.
Präpositionen Werden Im Ethnolekt Umverteilt
- Ethnolektale Konstruktionen verschieben oder lassen Präpositionen weg, z.B. 'bin Straßenbahnwaller' statt 'in der Straßenbahn'.
- Jakic erklärt diese Kompensation und Beispiele wie 'auf Ehre' oder 'auf dein Nacken'.

