
Verbrechen Adventskalender #9: Fake-Impfungen
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Dec 9, 2025 Ursula März, Journalistin mit einem scharfen Auge für Kriminalfälle, erzählt die faszinierende Geschichte einer Ärztin, die gegen Bezahlung gefälschte Impfbescheinigungen ausstellte. Sie schildert, wie die Ärztin selbst ungeimpft war und Verständnis für Impfverweigerer zeigte. März beschreibt den Gerichtsprozess, das selbstsichere Auftreten der Angeklagten und ihre rechtfertigenden Glaubenssätze. Schließlich thematisiert sie die Folgen: eine Bewährungsstrafe, die Insolvenz der Praxis und die fehlende Einsicht der Ärztin.
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Episode notes
Ärztin stellt gefälschte Impfbescheinigungen aus
- Ursula März erzählt von einer 78‑jährigen Hausärztin in Wilmersdorf, die Impfbescheinigungen für Ungeimpfte ausstellte.
- Die Praxis lief von Juni bis November 2021 und betraf zahlreiche Fälle, offenbar rund 50–60 Bescheinigungen.
Moralische Rechtfertigung vs. Recht
- Die Ärztin rechtfertigte ihr Handeln moralisch und sah es als ärztliche Pflicht, Ungeimpften zu helfen.
- Diese Selbstrechtfertigung kollidierte mit dem Gesetz und führte zur strafrechtlichen Verfolgung.
Bezahlte Fälschungen, aber keine Belege
- Es gab Hinweise, dass die Ärztin für jede gefälschte Bescheinigung 150 Euro verlangte, doch konkrete Beweise fehlten.
- Aussagen von Patienten deuten auf Bezahlung hin, aber mangelhafte Dokumentation erschwert die Strafverfolgung.

