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Was tun mit kolonialer Beutekunst? – #158

9 snips
Mar 22, 2019
Christian Schicklgruber, Direktor des Weltmuseums in Wien, bringt seine Expertise in kolonialer Kunst und Provenienzforschung ein. Mara Niang, Künstler und Doktorand, beleuchtet die Herausforderungen der Kunstrückgabe im Kontext kolonialer Beutekunst. Die Diskussion dreht sich um die ethischen Fragen der Rückgabe, insbesondere zur aztekischen Federkrone und den kulturellen Bedeutungen dieser Artefakte. Zudem wird die Rolle Österreichs in der Provenienzforschung und die Bedeutung dialogischer Ansätze zwischen Museen und Herkunftsländern hervorgehoben.
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Episode notes
INSIGHT

Studie Spricht Von Kolonialem Unrecht

  • Eine Studie kommt zum Schluss, dass viele ethnografische Objekte in Europa aus kolonialen Unrechtskontexten stammen.
  • Matthias Dusini betont, dass diese Erkenntnis die Debatte um Rückgaben neu entfacht hat.
INSIGHT

Österreichs Indirekte Koloniale Verflechtungen

  • Österreich war zwar keine klassische Kolonialmacht, hat aber von kolonialen Verhältnissen profitiert.
  • Christian Schicklgruber erklärt, dass viele Objekte über den Kunstmarkt oder durch Mitarbeit in kolonialen Diensten nach Wien gelangten.
ADVICE

Provenienzsystematisch Erfassen

  • Provenienzforschung erfordert akribische Arbeit mit Reiseberichten, Tagebüchern und Fotografien.
  • Christian Schicklgruber fordert langfristige Forschung und berichtet von Personalengpässen im Weltmuseum.
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