Jan Marsalek, ein umstrittener Finanzmanager, wird mit einem milliardenschweren Finanzskandal in Verbindung gebracht und ist seit seiner Flucht im Jahr 2020 in Russland untergetaucht. Im Gespräch geht es um seine Verbindungen zu russischen Geheimdiensten und sein riskantes Doppelleben zwischen Wirtschaft und Spionage. Die Hintergründe seiner Aktivitäten, darunter fragwürdige Geschäfte mit der Wagner-Gruppe und die Migrationskrise in Österreich, werden beleuchtet. Welche Intrigen und Geheimnisse stecken hinter einem der größten finanziellen Skandale Europas?
49:23
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Flucht Mit Der Cessna Und Das Verschwinden
Jan Marsalek flieht am 19. Juni 2020 mit einem Privatjet von Bad Vöslau nach Belarus und zahlt 7.920 Euro bar für den Flug.
Er verschwindet danach spurlos und wird zum meistgesuchten Mann Europas wegen des Wirecard-Skandals.
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Fehlende 1,9 Milliarden Vor Dem Untergang
Am 18. Juni 2020 verweigern Wirtschaftsprüfer den Testat für Wirecards Jahresabschluss; 1,9 Milliarden Euro fehlen.
Marsalek gibt sich ruhig, verspricht Anrufe von den Philippinen und fliegt am nächsten Tag ab.
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Begegnung Mit Stanislav Petlinski
Marsalek lernt 2014 auf einer Party in Nizza Stanislav Petlinski kennen, einen gut vernetzten Mann aus russischen Sicherheitskreisen.
Die Beziehung wächst schnell und führt Marsalek in eine Schattenwelt aus Militär, Geheimdiensten und Abenteuern.
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Im Juni 2020 eilt ein Mann zum Flughafen in Bad Vöslau, Österreich. Er muss dringend seinen Flieger erreichen – einen Privatjet nach Belarus. Er hebt ab und ist seitdem verschwunden, vermutlich in Russland untergetaucht. Sein Name: Jan Marsalek – und er hinterlässt mindestens zwei Dinge: Erstens ein Milliarden-Loch, das den damaligen DAX-Konzern Wirecard in die Pleite schickt. Und zweitens eine ganze Reihe an Kontakten und Spuren in die Welt der Geheimdienste, die viele Fragen aufwerfen.
Wie wurde aus einem gefeierten Finanz-Manager einer der meistgesuchten Männer Europas? Was hat er mit den russischen und österreichischen Nachrichtendiensten zu tun? Und wie konnte er jahrelang offenbar ein Doppelleben führen als Wirtschaftsboss und mutmaßlicher Agent. “Dark Matters – Geheimnisse der Geheimdienste” nimmt euch mit in das geheime Leben von Jan Marsalek, das bis heute viele Rätsel aufgibt. Wenn ihr mehr darüber wissen wollt, wie Geheimdienste ihre Agenten schützen, hört gern rein in die begleitende Hintergrundfolge "Wie aufwendig tarnen sich Agenten?”.
Und das ist "Dark Matters”: In der ersten Staffel ging es um deutsche Geheimdienste, in der zweiten um Nachrichtendienste aus aller Welt. In Staffel drei tauchen wir noch tiefer ein in die Arbeit der Dienste, nehmen euch mit auf geheime Missionen, decken tödliche Machenschaften auf und zeigen auch, wie Agenten manchmal das Schlimmste verhindern. Jede Woche öffnen wir die Tür zu einem Geheimdienst ein Stück weit und schauen uns Dinge an, von denen wir eigentlich nichts wissen sollten – erzählt von Eva-Maria Lemke und den ARD-Geheimdienstexperten Michael Götschenberg und Holger Schmidt.
Eine neue Folge “Dark Matters – Geheimnisse der Geheimdienste” gibt es immer mittwochs in der ARD Audiothek, auf SWR3.de, rbb24inforadio.de und überall, wo ihr Podcasts hört.
Und noch ein Tipp zum Weiterhören: Im Podcast "Sprechen wir über Mord?!" diskutieren der ARD-Geheimdienstexperte Holger Schmidt und der ehemalige Bundesrichter Thomas Fischer über wahre Verbrechen und sezieren diese auf juristischer Ebene.