
Ganz offen gesagt #15 2020 Über Verschwörungserzählungen in Zeiten von Corona - mit Pia Lamberty
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Aug 10, 2020 Pia Lamberty ist Psychologin und Expertin für Verschwörungsideologien sowie Co-Autorin von "Fake Facts". Sie diskutiert die Gefahren von Verschwörungserzählungen während der Corona-Pandemie und deren psychologische Hintergründe. Lamberty erläutert, wie das Bedürfnis nach Kontrolle in Krisenzeiten Verschwörungsglauben verstärkt. Zudem wird die Rolle von sozialen Faktoren wie Geschlecht und Bildung thematisiert. Lamberty gibt wertvolle Einblicke, wie Wissenschaftler und Demokraten mit diesen Herausforderungen umgehen können.
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Episode notes
Kontrollverlust fördert Verschwörungsdenken
- Kontrollverlust fördert Verschwörungsglauben, weil Menschen Muster sehen, um Unsicherheit zu kompensieren.
- Lamberty vergleicht Kontrollverlust mit Schmerzempfinden und Flugangst als Beispiele für die psychologische Funktion.
Widersprüche stören Verschwörer nicht
- Menschen können widersprüchliche Verschwörungsmythen gleichzeitig glauben, weil sie primär den Mainstream ablehnen.
- Lamberty nennt das Phänomen "Schrödingers Katze"-Glauben und verweist auf Corona- und Diana-Beispiele.
Einzigartigkeit als Treiber von Verschwörungsglauben
- Ein Bedürfnis nach Einzigartigkeit und kollektiver Narzissmus stärken Verschwörungsüberzeugungen, weil Gläubige sich als "Wahrheitseinsichtige" sehen.
- Lamberty berichtet vom Rauchmelder-Experiment, das Minoritätsglauben besonders attraktiv macht.




