
Die Filmanalyse Ep. 286: Ein Film wie Joe Biden: THE TRIAL OF THE CHICAGO 7 - Kritik & Analyse
Mar 25, 2026
Analyse eines Gerichtsdramas über den Prozess von 1969 und die Rolle der Proteste gegen den Vietnamkrieg. Diskussion von Aaron Sorkins Erzählstil und seiner Umgang mit vielen Figuren. Kritik an formelhaften Drehbuchtricks, einem kitschigen Finale und der politischen Zurückhaltung Hollywoods. Parallelen zur aktuellen Politik und zur demokratischen Mitte werden gezogen.
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Episode notes
Sorkins Routiniertheit Verhüllt Fehlende Tiefe
- Aaron Sorkin zeigt sein Handwerk als routinierter Drehbuchautor, der Vielstimmigkeit und lange Dialoge sicher orchestriert.
- Wolfgang M. Schmitt lobt die Strukturkontrolle, bemängelt aber, dass die Figuren Gesichter haben, aber kaum Charaktertiefe.
Film Wirkt Wie Drehbuchanleitung
- Der Film folgt konventionellen Drehbuchtricks bis zur Lehrbuchhaftigkeit und wirkt deshalb wie eine Anleitung fürs Drehbuchschreiben.
- Schmitt listet konkrete Muster auf: Voice‑Over‑Ersatz, Streichersoundtracks, zustimmende Nicker als Manipulation.
Kitschfinale Mit 4.700 Namen
- Das Finale bringt einen rührseligen Moment: ein Angeklagter liest die Namen von über 4.700 gefallenen US‑Soldaten vor.
- Schmitt kritisiert historische Ungenauigkeit und das einseitige Patriotismus‑Signal der Szene.
