
Wissen aktuell – Impuls Studie: Frühjahresmüdigkeit ist eine Legende
Mar 20, 2026
Dr. Christine Blume, Schlaf- und Chronobiologin aus Basel, erklärt kurz ihre Studie mit 400 Teilnehmenden. Sie diskutiert Messmethoden für Müdigkeit. Die Daten zeigen keine saisonale Zunahme im Frühling. Es geht um Melatonin, Lichtwirkung, innere Uhr, Schlafmangel, Zeitumstellung, kulturelle Unterschiede und praktische Tipps wie Tageslicht und Bewegung.
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Studie ohne Nachweis Für Frühjahrsmüdigkeit
- Eine einjährige Beobachtung von über 400 Teilnehmenden zeigte keine saisonale Zunahme von Müdigkeit speziell im Frühling.
- Teilnehmende berichteten zwar über hohe Erschöpfung, diese war jedoch gleichmäßig übers Jahr verteilt und nicht auf März–Mai konzentriert.
Kulturelle Erwartung Statt Biologische Ursache
- Die Forschenden sehen Frühjahrsmüdigkeit eher als kulturell geprägtes Wahrnehmungsphänomen als als biologisches Problem.
- Fast 50 Prozent gaben an, betroffen zu sein, was laut Christine Blume auf verstärkte Aufmerksamkeit und Erwartung zurückzuführen sein könnte.
Melatoninüberschuss Erklärung Ist Unplausibel
- Die oft gegebene Erklärung mit einem Melatoninüberschuss nach dem Winter ist aus chronobiologischer Sicht wenig plausibel.
- Serotonin und Melatonin sind im 24‑Stunden‑Rhythmus gekoppelt; ein Überschuss, der erst abgebaut werden muss, ergibt biologisch keinen Sinn.

