Hermann-Josef Binkert, Gründer des Meinungsforschungsinstituts INSA Consulere, analysiert Wahltrends und Parteidynamiken. Er spricht über Koalitionsmuster, die Wirkung der Brandmauer gegen die AfD und die mögliche Regierungsfähigkeit der Partei in Ostdeutschland. Weitere Themen sind die Schwächung kleiner Parteien und die wachsende Unzufriedenheit der Bürger.
22:43
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Große Koalitionen untergraben Opposition
Koalitionen der beiden stärksten Parteien schwächen die Demokratie, weil sie starke Oppositionskraft eliminieren.
Hermann Binkert nennt Adenauers FDP-Koalition 1949 als Beispiel für die Notwendigkeit einer starken Opposition.
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Brandmauer stärkt die AfD
Ausgrenzung und Kommunikationsverweigerung stärken die AfD, weil sie als Anti-Establishment profitiert.
Binkert erklärt, die Brandmauer und fehlender Diskurs treiben Protestwähler zur AfD.
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Osten könnte politische Karten neu mischen
Ostdeutsche Landtagswahlen könnten die Lage verändern, weil dort AfD und BSW anderes Kooperationsverhalten zeigen.
Binkert betont, dass die Brandmauer im Osten bröckeln könnte und Karten neu gemischt werden.
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Rheinland-Pfalz hat gewählt: Eine Koalition aus Schwarz-Rot wird wohl in Zukunft regieren. Damit verlieren die Sozialdemokraten nach mehr als 30 Jahren das Amt des Ministerpräsidenten – doch sie bleiben voraussichtlich an der Regierung. „Schädlich“ nennt Hermann Binkert das. Denn: Die Bürger müssen das Gefühl haben, dass ihre Wahl nichts verändert. Selbst wenn die SPD abgewählt wird, bleibt sie an der Macht. Langfristig ist das schlecht, denn die Wähler haben das Gefühl der Alternativlosigkeit. Die AfD profitiert so von der Brandmauer.
Hermann Binkert ist Gründer des Meinungsforschungsinstituts INSA Consulere; er untersucht, wie die Deutschen denken. Für Friedrich Merz sieht er voraus, dass das gemeinsame Regieren mit der SPD nur noch schwieriger wird. Denn die Partei muss nun versuchen, sich entgegen der CDU zu profilieren.
Bei den kommenden Landtagswahlen in Ostdeutschland prognostiziert Binkert gute Ergebnisse für die AfD. Sie könnte einen Ministerpräsidenten stellen, selbst wenn sie nicht die absolute Mehrheit erringen kann: Denn das Bündnis Sahra Wagenknecht hat angekündigt, sich an der bisherigen Brandmauerpolitik nicht beteiligen zu wollen.