Fritz B. Simon, Systemtheoretiker und Autor, diskutiert in diesem Gespräch die Funktionsweise von Diktaturen aus einer systemtheoretischen Perspektive. Er erklärt, wie soziale und Massenmedien zur Gleichschaltung von Gefühlen beitragen und welchen Einfluss digitale Technologien auf Überwachung und Kontrolle haben. Simon beleuchtet zudem die Rolle von Tech-Oligarchen in der Politik und den Mechanismus der Selbstanpassung von Untertanen. Seine Prognosen zur Zukunft von Diktaturen bieten einen aufschlussreichen Blick auf die globalen Machtstrukturen.
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insights INSIGHT
Medienmacht Formt Kollektive Gefühle
Wer die Kommunikationsmedien kontrolliert, besitzt einen direkten Zugang zur Macht.
Massenmedien vereinheitlichen Gefühle und schaffen kollektive emotionale Erfahrungen über disjunkte Orte hinweg.
question_answer ANECDOTE
Fernsehen Schuf Früher Gemeinsame Themen
Fritz erinnert an die soziale Integration durch frühe TV-Programme, die gemeinsame Themen schufen.
Solche Massenereignisse ermöglichten kollektive Gespräche und Zugehörigkeitsgefühle.
insights INSIGHT
Social Media Als Präzisionsinstrument
Soziale Medien verwandeln Empfänger auch in Sender und ermöglichen präzises Nutzungsprofiling.
Targeting wie bei Cambridge Analytica macht Meinungsbeeinflussung subtiler und wirksamer.
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Wie Diktaturen funktionieren, das ist Thema und Titel des jüngsten Werkes von Fritz B. Simon, Autor grundlegender Schlüsselwerke zu Systemtheorie und systemischer Praxis – in Therapie, Organisationsberatung, Wirtschaft und Politik – wie etwa Formen und Formen (reloaded), Gemeinsam sind wir blöd!? – Die Intelligenz von Unternehmen, Managern und Märkten, Stalin und der Apparat – Die Organisation der Diktatur und die Psyche des Diktators, Tödliche Konflikte, Die Kunst, nicht zu lernen oder Die kommenden Diktaturen.
Wie gelingt es mit einer systemischen Perspektive besser, die idealtypischen Muster der Entstehung, Erhaltung und auch des Endes von Diktaturen zu beschreiben, zu erklären und zu bewerten? Und welche Zukunftsaussichten ergeben sich daraus?
Im Gespräch bei Carl-Auer Sounds of Science schauen wir genauer auf die Vorteile der systemtheoretischen Beobachtungsinstrumente und auf die Geschichte, besonders aber die Aktualität diktatorischer Regierungsformen und ihrer Muster. Versteht man Soziale Systeme als Kommunikationssysteme, dann kann, wer die Medien der Kommunikation besitzt oder beherrscht, bestimmen und dominieren, was es gibt und was nicht. Angesichts des atemberaubenden Ausgriffs digitaler Medien verändern und erweitern sich die Möglichkeiten dafür global.
Fritz B. Simons Buch Wie Diktaturen funktionieren – auch eine mögliche Grundlage für einen anderen Geschichtsunterricht, der auf das Heute blickt und erst von dort darauf, wie es dazu kommen konnte?
Viel Spaß im Gespräch mit Fritz B. Simon!
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