
Radiowissen Die Vandalen - Woher kommt ihr schlechter Ruf?
Jan 20, 2026
Prof. Konrad Vössing, Althistoriker und Autor des Buches „Die Vandalen“, beleuchtet die faszinierende Geschichte der Vandalen und deckt deren wahres Erbe auf. Er diskutiert, wie das Bild der Vandalen als Zerstörer durch antike Quellen geprägt wurde. Vössing erklärt die politischen und sozialen Umstände, die zu ihrem berühmten Übertritt nach Afrika führten. Er beleuchtet Geiserichs strategische Herrschaft, seine Religionspolitik und die gezielte Plünderung Roms, während er die soziale Isolation und den schleichenden Untergang des Vandalenreichs beschreibt.
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Episode notes
Flexible Stammesidentität
- Die Vandalen waren eine fluide Stammesgruppe mit Teilstämmen wie Silingen und Hastingen.
- Wer sich zu den Vandalen bekannte, konnte Teil dieser Identität werden, sagt Konrad Vössing.
Migration Aus Hunger
- Hunger und wirtschaftliche Not trieben die Vandalen ins Römische Reich, nicht allein hunnischer Druck.
- Sie suchten Aufnahme im Imperium, weil dort Getreide und Lebensgrundlagen verfügbar waren.
Plünderungen Auf Dem Zug Nach Westen
- Auf dem Zug durch Gallien sollen Vandalen zahlreiche Klöster geplündert haben, teils aus Hunger und Beutesucht.
- Konrad Vössing betont, dass Überleben und Raub oft praktisches Motiv waren, nicht nur blinde Gewalt.

