
MIT Technology Review – Der Podcast Deep Dive: Über das prekäre Arbeiten in der Wissenschaft
Wir tauchen heute tiefer ein in das Arbeiten im deutschen Wissenschaftsbetrieb. Den aktuellen Anlass dazu lieferte vor Kurzem die Philosophin Amrei Bahr von der Universität Stuttgart. In einem Linkedin-Post teilte sie mit, dass sie sich entschieden hat, die Wissenschaft zu verlassen. Dass Akademiker:innen von der Wissenschaft in die Wirtschaft wechseln, ist an sich nichts Ungewöhnliches.
Allerdings ist Amrei Bahr jemand Besonderes: Im Sommer 2021 war sie eine der maßgeblichen Stimmen, neben ihren Mitstreiter:innnen Kristin Eichhorn und Sebastian Kubon, die es geschafft haben, den Hashtag #IchbinHanna viral gehen zu lassen. Dieser Hashtag greift ein Video des damaligen Bundesforschungsministeriums auf: Darin geht es um eine erdachte Figur namens Hanna. Sie ist Biologin und forscht zu ihrer Doktorarbeit. Anhand ihres Beispiels wird das Wissenschaftszeitvertragsgesetz (WissZeitVG) erklärt und warum die befristeten Stellen in der Wissenschaft ihre Vorteile haben. Dieser Auffassung sollte der Hashtag #IchbinHanna entgegenwirken, denn gerade in diesen prekären Arbeitsverhältnissen sieht Bahr nicht nur eine Gefahr für in der Wissenschaft angestellte Personen, sondern auch für die Wissenschaft selbst. Sie selbst hat die Stelle einer Juniorprofessorin inne und hat ihr berufliches Leben lang stets das Ziel einer Professur verfolgt. Ihre Absage an die Wissenschaft kommt daher plötzlich. Im Podcast spricht sie über ihre Beweggründe.
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