
Das Wissen | SWR Die Ölkrise 1973 - Als Energie knapp und politisch wurde
Mar 11, 2026
Rüdiger Graf, Zeithistoriker am Potsdamer Zentrum für zeithistorische Forschungen, bietet kurze historische Einordnung zur Energiepolitik der 1970er. Er spricht über den Ölboykott nach dem Jom-Kippur-Krieg. Es geht um autofreie Sonntage, Energiesicherungsgesetz und wirtschaftliche Folgen. Schließlich behandelt er den Schwenk zu Atomstrom und russischem Gas.
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Autofreie Sonntage Als Alltagsbild Der Krise
- Die autofreien Sonntage wurden zum ikonischen Bild der Ölkrise und zeigten die unmittelbaren Alltagseffekte.
- Am 25. November 1973 standen Autobahnen still, Menschen spazierten und Fotografen fanden überraschend wenig Verstöße.
Versteckte Abhängigkeit Vom Nahen Osten
- Die Ölabhängigkeit der Industriestaaten hatte sich in den 1960er Jahren stark verfestigt, ohne breite öffentliche Debatte.
- In den 60ern verdrängte Öl Kohle; bis Anfang 70er stieg Öleinfuhrenanteil stark, 90% der Importe kamen aus dem Nahen Osten.
Öl Als Geopolitische Waffe
- Das Ölembargo von OAPEC wurde als politisches Druckmittel wegen Unterstützung Israels im Jom-Kippur-Krieg verhängt.
- Am 17. Oktober 1973 drohten monatliche 5% weniger Rohöllieferung, was Lieferketten in Wochenfrist bedrohte.
