
Auf den Punkt Ostermärsche: Pazifismus in Zeiten der Kriege
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Apr 2, 2026 Thomas Kater, Philosophieprofessor an der Universität Leipzig und Pazifismusforscher, spricht über die Sinnlosigkeit von Kriegen. Er reagiert auf Trumps Drohungen, erklärt die Vielfalt pazifistischer Strömungen und ihre Geschichte, diskutiert Atomwaffen und Abschreckung sowie die Grenzen gewaltfreien Widerstands. Abschließend geht es um die Rolle Dritter und wie Friedensbewegungen wieder relevanter werden können.
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Episode notes
Pazifismus Als Ablehnung Von Kriegen
- Pazifismus definiert Kater primär als Zurückweisung des Krieges, nicht unbedingt aller Gewaltanwendung.
- Historisch entstand die Bewegung im 19. Jahrhundert und konkretisierte sich um den Ersten Weltkrieg mit Fokus auf individuelle Kriegsverweigerung.
Positive Pazifismusstrategien Gegen Kriegsursachen
- Es gibt positiven Pazifismus, der Ursachen von Kriegen bekämpfen will, etwa bürgerlicher Rechtspazifismus oder sozialistischer Pazifismus.
- Beispiele sind Hoffnung auf Schiedsgerichte und die Idee, Kapitalismus überwinde Kriegsursachen.
Philosophische Vorläufer Haben Widersprüche
- Frühe Denker wie Kant oder Erasmus galten als pazifistische Vorläufer, doch ihre Positionen waren oft brüchig.
- Kant etwa lehnt Krieg praktisch ab, bewertet ihn aber zugleich ästhetisch als erhaben.




