
Forschung aktuell Cuproptose: Mit Kupfer gegen Krebs
Mar 31, 2026
Johannes Karges, Professor für Chemie an der Ruhr-Universität Bochum, forscht an metallhaltigen Verbindungen und Kupferkomplexen zur Krebsbehandlung. Er beschreibt die neu entdeckte Kuproptose als spezifische Form des Zelltods. Es geht um Metalle in der Krebstherapie, Probleme platinhaltiger Chemotherapien und zielgerichtete Kupfertherapien mit Nanopartikeln und Lichtaktivierung.
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Kuproptose tötet Krebszellen durch Mitochondrienstillstand
- Kuproptose ist ein neu entdeckter, spezifischer Zelltodmechanismus, bei dem kupferhaltige Verbindungen in Krebszellen die Mitochondrien angreifen.
- Der Kupferkomplex verursacht Unlöslichkeit essentieller mitochondrialer Proteine, blockiert die Energieproduktion und führt zum Zelltod.
Metallverbindungen sind klinisch üblich aber oft toxisch
- Metallhaltige Medikamente sind in der Klinik weit verbreitet und etwa 50% der Patienten erhalten solche Verbindungen zur Diagnose oder Therapie.
- Platinhaltige Chemotherapien wirken systemisch toxisch und verursachen klassische Nebenwirkungen wie Haarausfall und beeinträchtigte Regeneration.
Lichtsteuerung erhöht Selektivität der Kupfertherapie
- Die Kombination aus nanopartikelbasierter Inaktivierung und lichtgesteuerter Aktivierung erhöht Selektivität und Steuerbarkeit der Therapie.
- Dadurch bleibt der Wirkstoff außerhalb des Tumors inert und wird nur dort durch medizinisch kontrollierte Bestrahlung wirksam.
