
RONZHEIMER. Wollen die Ostdeutschen die Demokratie abschaffen? Mit Jana Hensel
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Feb 10, 2026 Jana Hensel, Journalistin und Autorin aus Leipzig, erzählt von ihrem Buch über den Osten Deutschlands. Sie spricht über langanhaltende Folgen der Wiedervereinigung und die Bruchwirkung von Hartz IV. Themen sind die Überlagerung von sozioökonomischen Krisen, der besondere Rechtspopulismus im Osten und das Gefühl, gesellschaftlich nicht gehört zu werden.
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Episode notes
Zwei Zeitlinien Treffen Aufeinander
- Jana Hensel sieht den Ost-Abschied von der Demokratie als Ergebnis zweier überlagerter Zeitlinien seit 1990 und seit 2015.
- Langfristige Deindustrialisierung und kurzfristige Krisen verstärken zusammen die Entfremdung im Osten.
Wirtschaftliche Stagnation Als Hintergrund
- Der Osten stagniere wirtschaftlich seit rund 20 Jahren und erreiche nur etwa 75–80 Prozent westdeutscher Löhne und BIP-Werte.
- Diese ökonomische Unterschiedlichkeit prägt das politische Misstrauen und die Unzufriedenheit vor Ort.
Hartz IV Als Mentaler Bruch
- Hensel nennt die Hartz-IV-Reformen 2005 einen mentalen Bruchpunkt, weil sie das Versprechen der Angleichung beendeten.
- Das führte zu stagnierenden Löhnen und einem großen Niedriglohnsektor im Osten.




