Hotel Matze

Wofür schämen wir uns? – Check In mit Philip Siefer

167 snips
Apr 19, 2026
Philip Siefer, Unternehmer und Meditationslehrer, spricht knapp über innere Arbeit und Traumaarbeit. Er erzählt von seinem Besuch in Auschwitz und der anschließenden Taubheit. Gespräche drehen sich um Scham versus Beschämung, kollektive Traumata und wie Scham Verhalten prägt. Kurze, nachdenkliche Reflexionen über Schule, Politik und Würde runden das Gespräch ab.
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ANECDOTE

Der Junge Vor Der Tür Und Die Verlegenheit

  • Philip Siefer erzählt, wie ein kleiner Junge morgens an der Tür klingelte und dringend sein WC benutzen wollte.
  • Der Junge kam aus Wittenau, hatte gekackt und hinterließ Philip schamvolle Zweifel an seiner eigenen misstrauischen Reaktion.
INSIGHT

Kollektive Traumata Wirken Generationsübergreifend

  • Philip sieht kollektive Traumata als vererbbar und erklärt, dass Orte wie Auschwitz helfen, persönliche und historische Wunden sichtbar zu machen.
  • Er nennt Forschung an der Charité und Mazda Adli als Belege, dass Fluchterfahrungen bis in heutige Angststörungen wirken können.
INSIGHT

Scham Gegen Beschämung Als Machtsinstrument

  • Philip unterscheidet Scham und Beschämung: Scham ist innere Empfindung, Beschämung ist das von außen Aufgedrängte durch Macht.
  • Er zeigt, wie Nazis Schamabwehr instrumentalisierten, um andere Gruppen zu entmenschlichen und Macht zu stabilisieren.
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