Hörsaal - Deutschlandfunk Nova

KI und Religion - Was Götter von Sprachmodellen unterscheidet

13 snips
Apr 3, 2026
Inken Prohl, Religionswissenschaftlerin an der Universität Heidelberg, untersucht Schnittstellen von Religion und KI. Sie spricht über Gebets‑Bots, Roboterpriester und wie KI zu einer Art religiöser Instanz verklärt wird. Vier kritische Einsprüche gegen techno‑utopische Visionen werden skizziert. Außerdem: Materialität, Alltagsgewöhnung und Risiken emotionaler KI‑Begleiter.
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Episode notes
INSIGHT

KI Narrationen Funktionieren Wie Religiöse Erzählungen

  • Religion und KI teilen die Struktur von Erzählungen, Praktiken und Erwartungen, die über empirische Überprüfbarkeit hinausgehen.
  • Inken Prohl zeigt, dass KI-Erzählungen transzendente Versprechen enthalten, etwa dass KI die Menschheit in eine bessere Zukunft führen könne.
ANECDOTE

Arzttermin Fails Dank Chatbot Ritualen

  • Inken Prohl schildert ihren vergeblichen Versuch, per Chatbot einen Arzttermin zu vereinbaren, und die paternalistische, nervige Gesprächsführung.
  • Das Beispiel illustriert Alltagsreibungen und stellt die Frage, wie KI im Großen Probleme lösen soll, wenn sie im Kleinen scheitert.
INSIGHT

KI Verengt Rationalität Auf Berechenbare Aspekte

  • KI beruht auf einem verkürzten Rationalitätsideal, das Körperlichkeit, Affekt und situative Einbettung ausblendet.
  • Prohl argumentiert, dass solche Modelle gut bei Berechenbarem funktionieren, aber soziale und verkörperte Urteilspraxen vernachlässigen.
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