
Gelesen. Der Literaturpodcast Folge 27: "Die Holländerinnen" (Dorothee Elmiger)
Oct 9, 2025
Pascal Ehrlich, Literaturwissenschaftler und PhD-Kandidat, taucht mit Lucas in die faszinierenden Tiefen von Dorothee Elmigers 'Die Holländerinnen' ein. Sie erörtern die Anmaßung der Mimesis und den Schrecken als Doppelbelichtung. Die beiden diskutieren die Bedeutung der indirekten Rede und deren Effekte auf Distanz und Unmittelbarkeit. Kritisch beleuchten sie den Exotismus und die Ethik bei der Darstellung echter Verschwindensfälle sowie die Verbindung von alltäglichen Ängsten mit archaischem Schrecken im Dschungel. Am Ende steht die Frage: Bietet der Roman Hoffnung oder nur Leerstelle?
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Episode notes
Persönlicher Bericht Aus Südamerika
- Pascal erzählt von seinem Jahr in Südamerika und der Schwierigkeit, dort wirklich verloren zu gehen.
- Er betont, dass Fremdheit heute oft durch bereits existierende Spuren und Wege gebrochen wird.
Indirekte Rede Als Unmittelbarkeit
- Der Roman arbeitet mit zwei Erzählebenen: Präsenz (Poetik-Vortrag) und Konjunktiv (indirekte Rede).
- Die konsequente indirekte Rede schafft überraschende Unmittelbarkeit und Sog, so Pascal.
Kontingenz Und Selbsttheorie
- Der Konjunktiv eröffnet einen Kontingenzraum und verweist auf die Krise des Narrativen.
- Gleichzeitig kann diese Selbsttheoretisierung als Schutzfunktion gelesen werden, die der Text aber durchbricht.









