
IQ - Wissenschaft und Forschung Und nun zum Weltraumwetter: Sonnensturm auf dem Mars
Mar 13, 2026
Philip Artelt, Wissenschaftsjournalist und Autor, erklärt überraschende Messungen eines Mai‑2024‑Sonnensturms auf dem Mars. Er beschreibt, wie ESA‑Sonden zufällig live Daten sammelten. Es geht um die Radio‑Okkultationstechnik, starke Erhöhung der Elektronendichte und Folgen für Funkkommunikation, Landungen und Missionsplanung.
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Glücklicher Zufall erlaubte Sturmbeobachtung
- Es war ein glücklicher Zufall, dass zwei ESA-Sonden genau während des starken Sonnensturms ein neues Experiment durchführten.
- Die Messung war nicht geplant für einen Sturm, sondern entstand aus einer erstmals genutzten Messkonstellation.
Radio-Okkultation lieferte seltene Marsdaten
- ESA-Sonden nutzten erstmals Radio-Okkultation zwischen zwei Mars-Orbitern, wobei Funksignale durch Marsatmosphäre liefen und verändert wurden.
- Diese Methode erlaubte direkte Messung der Atmosphärenzusammensetzung und Elektronendichte während des Ereignisses.
Sonnensturm verdreifachte Elektronendichte
- Der Mai 2024 Sonnensturm erhöhte lokal die Elektronendichte in der Marsatmosphäre bis fast um das Dreifache.
- Ursache waren Röntgenstrahlen und hochenergetische Teilchen, die Elektronen aus Atmosphärenpartikeln lösten und die Schichten aufblähten.
