
Thema des Tages Corona-Infektionsherd Fleischindustrie: Auch in Österreich?
Jul 6, 2020
Verena Kainrath, Recherchejournalistin beim STANDARD, erklärt Hintergründe zu Corona-Fällen in der Fleischindustrie. Sie berichtet über erste Infektionen in oberösterreichischen Schlachthöfen. Sie spricht über Arbeits- und Unterbringungsbedingungen, Lieferkettenverflechtungen und Verbindungen zu Tönnies. Es geht außerdem um Unterschiede zu Deutschland und geplante Massentests.
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Episode notes
Frühwarnsystem in Schlachtbetrieben wirkte
- Schlachthöfe fungierten als Frühwarnsystem: freiwillige Screenings entdeckten zwölf Corona-Fälle in drei Betrieben in Oberösterreich.
- Betroffene arbeiteten teils in Verpackung und Verwaltung, viele Folge-Tests blieben negativ, Infektionsketten galten als nachvollziehbar.
Drei Schlachthöfe meldeten zwölf Fälle
- Drei konkrete Betriebe meldeten Fälle: Großfurtner Utzeneich (3), Tann Machtrenk (5) und Hubert Landhändl Pfaffstetten (2).
- Bei Großfurtner arbeiteten die Infizierten in Etikettierung/Verpackung und sollen sich privat infiziert haben.
Arbeitsumfeld erhöht Corona Risiko
- Schlachthöfe bieten optimale Bedingungen für Virenausbreitung durch niedrige Temperaturen, starke Belüftung und enge Arbeit an Zerlegebändern.
- Gemeinsame Kantinen und mangelhafte Unterkünfte wie in Deutschland verstärken Infektionsrisiken.
