
Ganz offen gesagt #24 2020 Über Medienpolitik und Presseförderung - mit Daniela Kraus
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Nov 24, 2020 Daniela Kraus, Generalsekretärin des Presseclub Concordia und Medienpolitik-Expertin, spricht über die Herausforderungen der Medienpolitik in Österreich. Sie betont die Notwendigkeit der Transparenz und ethischer Standards bei der Presseförderung. Zudem kritisiert sie die ungleiche Verteilung der Fördermittel, die vor allem Kaufzeitungen zugutekommt, und plädiert für eine Reform zur Stärkung des qualitativen Journalismus. Kraus hebt hervor, wie wichtig der Dialog zwischen Journalisten und Publikum für die Vertrauensbildung ist.
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Medienpolitik Muss Rahmen Nicht Inhalte Schaffen
- Gute Medienpolitik schafft Rahmenbedingungen für selbstbewusste Medien, nicht Inhalte vorzugeben.
- Daniela Kraus betont Ziele, Transparenz und Förderung aller Marktsegmente, inklusive qualitätsvollem Boulevard, als Kernaufgabe.
Öffentliche Mittel Sind Kleiner Als Oft Vermutet
- Österreichs offizielle Presseförderung beträgt rund 9 Mio. Euro, Privatrundfunkförderung etwa 20 Mio. Euro jährlich.
- Daniela Kraus nennt historische Stagnation der Presseförderung und jüngste Erhöhung beim Rundfunkfonds von 15 auf 20 Mio. Euro.
Inserate Verzerren Den Medienmarkt Stark
- Inoffizielle Förderung über Inserate beträgt deutlich mehr und ist intransparent; Studie zeigt starke Bevorzugung des Boulevards.
- Kraus nennt 75 Mio. Inseratenausgaben (2018) gegenüber 9 Mio. Presseförderung und ungleiches Ost-West-Verhältnis.
