Estella Weigelt und Monika Sobiesiak, Geophysikerinnen und Pionierinnen der ersten rein weiblichen Überwinterungscrew in der Antarktis 1990, teilen spannende Einblicke in ihre Erfahrungen. Sie berichten von den anfänglichen Widerständen, der anspruchsvollen Teamzusammenstellung und dem intensiven Überlebenstraining in den Alpen. Die extremen Bedingungen, bei minus 40 Grad und monatelanger Dunkelheit, machen ihre wissenschaftlichen Aufgaben zur Herausforderung. Ihr Kontakt zuDDR-Forschern zeigt den Pioniergeist und die unvergessliche Leistung dieser Frauen.
14:35
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Hartnäckiger Einsatz Führt Zum Team
Monika Sobiesiak und Estella Weigelt bestanden darauf, in der Antarktis zu überwintern, obwohl das Alfred-Wegener-Institut zuerst ablehnte.
Sie organisierten Praktika und fanden weitere Frauen, bis das Institut eine komplette Frauenmannschaft akzeptierte.
insights INSIGHT
Bürokratische Hürde Wurde Zum Antrieb
Institutsleitung stellte scheinbar unlösbare Bedingungen, um Frauen fernzuhalten, verlangte aber formell ein komplettes Frauenteam inklusive Ingenieurin und Ärztin.
Die Bedingung mobilisierte Bewerberinnen und führte letztlich zur erfolgreichen Zusammenstellung des Teams.
volunteer_activism ADVICE
Vorbereitung Durch Reales Überlebenstraining
Absolviere ein intensives Überlebenstraining vor Polareinsätzen, inklusive Abseilen, Spaltenrettung und psychologischer Vorbereitung.
Trainiere Gruppendynamik und Isolation, denn Überwinterung dauert Monate und verlangt psychische Robustheit.
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Frauen in der Antarktis? Und dann noch über den Winter? Für das Alfred-Wegener-Institut undenkbar – bis im antarktischen Winter des Jahres 1990 neun Frauen das Eis brechen.
In diesem Zeitzeichen erzählt Marfa Heimbach:
welche Bedingung die männlichen Entscheider den Forscherinnen für den Einsatz stellen,
welches Überlebenstraining die Frauen zur Vorbereitung absolvieren müssen,
warum die Wissenschaftlerinnen beim Verlassen der Forschungsstation schwitzen,
wie die Frauen nach dem Mauerfall Kontakt zu den 700 Kilometer entfernten DDR-Forschern in der Antarktis aufnehmen,
welchen Einfluss die Pionierleistung der Frauen auf die Geschlechterzusammensetzung heutiger Forschungsteams hat.
Der Kontinent der Superlative: Die Antarktis. Der kälteste, stürmischste und lebensfeindlichste Kontinent der Erde, größer als Europa, bedeckt von Tausenden Metern ewigen Eises. Ein halbes Jahr geht die Sonne am Südpol nicht unter, die andere Hälfte herrscht dunkle Nacht.
Im arktischen Winter gibt nur noch der Mond Licht. Es herrschen Temperaturen um minus 40 Grad. Unter diesen Bedingungen müssen die Forscherinnen ausharren. Sie führen wissenschaftliche Experimente durch und überprüfen auch Messgeräte, die kilometerweit von der Station entfernt sind. Im Januar 1991 endet die Überwinterung der neun Frauen.
Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:
Estella Weigelt (Geophysikerin, Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung, Bremerhaven)
Tim Heitland (Mediziner, Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung, Bremerhaven)
Monika Sobiesiak und Susanne Korhammer (Hg.): Neun Forscherinnen im ewigen Eis. Die Erste Antarktisüberwinterung eines Frauenteams. Basel 1994
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