
FALTER Radio Diamante – Aufstieg und Niedergang einer fiktiven Stadt – #177
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May 8, 2019 Mariano Pensotti, ein argentinischer Theatermacher und Regisseur des Stücks 'Diamante', spricht über die Wandlung einer idealistischen Stadt in eine dystopische Umgebung. Er diskutiert die utopischen Ideen in Lateinamerika und die Schicksale von Stadtbewohnern. Das Gespräch beleuchtet auch die Geschichte und Herausforderungen von Unternehmensstädten sowie die kulturellen Einflüsse deutscher Einwanderer in Argentinien. Außerdem werden die Unterschiede zwischen dem Theater in Wien und Buenos Aires betrachtet und dessen Reaktion auf gesellschaftliche Krisen analysiert.
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Episode notes
Kapitalistische Utopie als literarischer Zugang
- Mariano Pensotti verbindet die Idee von Utopien mit realen Fällen wie Fordlandia, einer gescheiterten Firmensiedlung im Dschungel Brasiliens.
- Diamante erforscht, wie ein kapitalistisches Utopieprojekt in seiner Umgebung und durch Missachtung der lokalen Kontexte scheitert.
Moderne Firmensiedlungen Wiederaufleben
- Pensotti sieht heutige Tech-Campus und Ausbeutungsfabriken als moderne Varianten von Firmensiedlungen mit großer Kontrolle über Privatleben.
- Er zeigt die Ambivalenz: hippe Firmenstädte für Manager versus ausbeuterische Produktionsorte globaler Lieferketten.
Politischer Rückschritt In Lateinamerika
- Pensotti betont den Rechtsruck in Lateinamerika und die Rückkehr neoliberaler Politik nach Jahren der Mitte-links-Regierungen.
- Er beschreibt, wie Staatsfunktionen und Gemeinschaftsdenken wieder zugunsten privater Firmen geschwächt werden.
