
Tatort Geschichte - True Crime meets History Godeleva: In die Nacht gelockt, im Dunkeln getötet
Flandern im 11. Jahrhundert. Mitten in der Nacht wird eine junge Frau aus ihrem Schlaf gerissen, von Menschen, denen sie vertrauen muss.
Was dann geschieht, wirkt wie ein perfekt inszeniertes Verbrechen: keine Zeugen, kaum Spuren und ein Tod, der bald als Martyrium erzählt werden wird. Im Zentrum ein Ehemann, der seine Frau verachtet, eine „böse“ Schwiegermutter und ein System, das Frauen gezielt unterordnet. Der Fall der Godeleva ist kaum bekannt und doch wirft er Fragen auf, die bis heute erschreckend aktuell sind: Handelt es sich hier um die Tötung einer Frau, weil sie eine Frau ist? Also um einen mittelalterlichen Fall von Femizid?
Shownotes:
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Literatur
Kienzle, B.M.; Nienhuis, N., Battered Women and the Construction of Sanctity, in:Journal of Feminist Studies in Religion. 17 (1 Spring), 2001, S. 45-51.
Defries, D.J., Drogo of Saint-Winnoc and the Innocent Martyrdom of Godeliph of Gistel, in: Mediaeval Studies 70 (2008), 29-65.
Mulder-Bakker, A., The invention of Saintliness, Routledge 2002.
Nip, R., Godelieve of Gistel and Ida of Boulogne, in: Sanctity and Motherhood, hg. A.Mulder-Bakker, New York 1995, 191-223.
Redaktion: Barbara Streidl
Sprecher: Peter Veit
Auf dem Episodenbild: Saint Godelieve', 1465-1529. Aufnahmedatum: 26.09.2006
Bildnachweis: picture alliance/United Archives | 91020
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