
Wissenschaft im Brennpunkt Schwarze Europäer - Cold Case aus der Steinzeit
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Oct 3, 2025 Harald Meller, Landesarchäologe aus Halle, beleuchtet in diesem Gespräch die faszinierenden Ergebnisse seiner Forschung zur 9000 Jahre alten Schamanin von Bad Dürrenberg. Er diskutiert, wie historische Fehlinterpretationen des Fundes durch NS-Ideologie entstanden sind. Genanalysen zeigen, dass die Schamanin dunkle Haut, schwarze Haare und blaue Augen hatte, was gängige Vorstellungen herausfordert. Zudem werden Hinweise auf rituelle Praktiken und die soziale Rolle der Schamanin thematisiert, die das Bild der frühesten Europäer neu definieren.
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Episode notes
Ideologie Verzerrt Forschung
- Nazipolitik beeinflusste die Interpretation archäologischer Funde massiv und bestätigte rassistische Mythen.
- Harald Meller betont, dass Forscher damals ihren Vorurteilen aufsitzen und falsch deuteten.
Fehlbestimmung Als Mann
- Das Skelett entpuppte sich bei Neuanalysen als zierliche Frau mit gut erhaltenem Becken, nicht als dominanter Mann.
- Die ursprünglichen Forscher übergingen das Becken und fokussierten fälschlich nur auf den Schädel.
9000 Jahre Alt
- C14-Datierung und Genanalysen legten nahe, dass das Skelett 9000 Jahre alt ist und zur Mittelsteinzeit gehört.
- Damit zählt die Frau zu den ältesten bekannten Skeletten Deutschlands und widerlegt frühere Datierungen.
