
Radiowissen Das Jahr nach Kriegsende 3/3 - Niemandszeit in einer bayerischen Gegend
Feb 26, 2026
Ilse Haft und Helmut Gruber, Burghauser Zeitzeugen, schildern Erinnerungen an Kriegsende und Neuanfang in ihrer Region. Gespräche behandeln US-Besatzung, Entnazifizierung und die Praxis in Wackerwerk. Themen sind Alltag, Hunger, Zwangsarbeit, Wiederaufbau und wie Forschung (Silikone) sowie Alltagshandeln die Zukunft formten.
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Amerikas Doppelte Strategie Nach Kriegsende
- Die US-Besatzung verfolgte zwei Ziele: Entnazifizierung und Re-Education der Deutschen zu Demokraten.
- In Burghausen bedeutete das Entlassung von NS-Funktionären, Rückkehr unbelasteter Mitarbeiter und Schulungsprogramme unter amerikanischer Aufsicht.
Zwangsteilnahme An KZ-Beerdigung Im Pulverturm
- Die Amerikaner zwangen die gesamte erwachsene Bevölkerung Burghausens zur Teilnahme an einer KZ-Beerdigung.
- Bei der Zeremonie mussten männliche Parteigenossen Gräber ausheben und sich hinter offenen Särgen aufstellen, viele waren tief betroffen oder wurden ohnmächtig.
Radikale Pläne Für Burghausen Und Ihre Aufhebung
- Die US-Militärregierung erwog drastische Maßnahmen gegen Wacker und Burghausen, einschließlich Enteignung und einer möglichen Totenzone entlang der Salzach.
- Der Plan einer 500–5000 Meter breiten Totenzone wurde nach Protesten fallengelassen, zeigte aber die Unsicherheit der Besatzerstrategie.



