In der Folge wird die musikalische Reise von Lou Reed und John Cale in den 70ern beleuchtet. Reed's Konzeptalbum 'Berlin' wird als düsteres Meisterwerk analysiert und Cales 'Paris 1919' zeigt beeindruckende Kammerpop-Vielfalt. Die Diskussion geht auch auf Reeds wechselhafte Karriere, sein umstrittenes Werk 'Sally Can't Dance' und seine komplexe Beziehung zu David Bowie ein. Zudem wird die lyrische Tiefe von 'Waiting for My Man' thematisiert, die die Herausforderungen des urbanen Lebens schildert.
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Live-Album Mit roher Power
Lou Reed veröffentlichte 1974 das Live-Album Rock 'n' Roll Animal mit großer Power und vielen Velvet Underground-Klassikern.
Die Live-Versionen zeigen seine Songs in eindrucksvoller, energiegeladener Form.
insights INSIGHT
Erfolg Trotz Künstlerischer Ablehnung
Sally Can't Dance war kommerziell erfolgreich, aber kritisch verrissen; Reed selbst nannte es später ein Desaster.
Das zeigt seine ambivalente Beziehung zum eigenen Werk und zur Pop-Ästhetik der 70er.
question_answer ANECDOTE
Produzent Für Nicos Dunkle Phase
1974 produzierte John Cale Nicos Album The End, das düster und verstörend geriet und kritische Reaktionen hervorrief.
Die Aufnahme zeigt Cales Hang zu bizarren, dunklen Klanggestalten und Drogen-assoziierter Kunstattitüde.
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John Cale und Lou Reed suchten in den 70er Jahren stets neue Formen für ihre Musik. Cale produzierte neben Nicos Alben auch „Horses“ von Patti Smith und das Debütalbum der Stooges. Sein Album „Paris 1919“ stach heraus und ließ sein musikalisches Wissen und Können aufscheinen. Lou Reed lieferte mit „Berlin“ eine durchgehende Erzählung in Liedern, mit „Metal Machine Music“ ein verstörendes Noise- und Industrial-Werk, das sein Publikum eher verschreckte. Danach wechselte er wieder ins leichtere Fach und hatte mit „Coney Island Baby“ Erfolg. Cale etablierte sich mit raffinierten, leicht zugänglichen Balladen Mitte der 1970er Jahre auch als Solo-Popmusiker, ohne jedoch seine Lust an zeitgenössischer klassischer Musik zu vergessen. Lou Reed kehrte mit den Alben „Blue Mask“ oder „New York“ zu seinen typischen Songreportagen zurück, in denen er erneut distanziert Szenen und Originale der Straße musikalisch einfing.
Musikliste: Lou Reed: Lou Reed (1972): I can’t stand it, I love you, Wild child, Ride into the sun Transformer (1972): Vicious, Perfect day, Walk on the wild side, Satellite of love, Goodnight Ladies Berlin (1973): Lady Day, Caroline says II, Sad song Rock ’n‘ Roll Animal (live, 1974) Sally Can’t Dance (1974): Baby face, Sally can’t dance, Billy Coney Island Baby (1975): Crazy feeling, Charley’s girl, Kicks, A gift, Coney Island baby Rock and Roll Heart (1976): I believe in love, Rock and roll heart Street Hassle (1978): Street hassle Live: Take No Prisoners (1978) The Bells (1979): I want to boogie with you Growing Up In Public (1980): How do you speak to an angel, The power of positive drinking The Blue Mask (1982) Legendary Hearts (1983): Legendary hearts, Make up mind, The last shot, Rooftop garden New Sensations (1984) Mistral (1986): Tell it to your heart New York (1989) Songs For Drella (Lou Reed & John Cale, 1990): Style it takes, Nobody but you, Hello it’s me Magic And Loss (1992) Set The Twilight Reeling (1996): NYC man, Set the twighlight reeling Ecstasy (2000): Paranoia key of E, Tatters, Turning time around The Raven (2003): Call on me, Hop frog, Who am I
John Cale: Paris 1919 (1973) Music For A New Society (1982): Taking your life in your hands, Close watch Wrong Way Up (mit Brian Eno, 1990): Spinning away Fragments For A Rainy Season (live, 1992) Mercy (2023): Story of blood
Nico: Chelsea Girl (1967), The Marbel Index (1968), Desertshore (1970), The End…(1974)
Unser Podcast-Tipp in dieser Folge: Das Wissen / https://1.ard.de/swr2_wissen_cp