
FALTER Radio Update: Russland-Spionage vor Gericht - #1601
Mar 25, 2026
Florian Klenk, Chefredakteur und Investigativjournalist, liefert Kontext und Recherchen. Barbara Tóth, Innenpolitik-Reporterin, analysiert Sicherheits- und Gerichtsfragen. Sie besprechen zwei brisante Gerichtsverfahren, Beweisstücke wie den Novichok‑Bericht, mögliche Netzwerke und Kontakte in Ministerien. Es geht um Sicherheitslücken, Motive und die politische Dimension der Vorwürfe.
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Episode notes
Dokumentierter Transfer der Novichok-Formel
- Der Weg der Novichok-Formel durch das Außenministerium ist dokumentiert und das Dokument kam im Büro von Johannes Peterlik an.
- Unklar bleibt, wie genau das Papier von [corrected] Johannes Peterlik zu Egisto Ott gelangte, wodurch die Beweislage der Anklage lückenhaft wirkt.
Otts Kuvertbehauptung vor Gericht
- Egisto Ott sagte vor Gericht, er habe den Bericht in einem Kuvert in seinem Briefkasten gefunden und damit Johannes Peterlik entlastet.
- Ott trat dabei maskenhaft auf, wirkte clownhaft, behauptete solche Zustellungen passierten ihm öfter.
Datenleck mit 36.000 Beamten
- Ott soll einen Stick mit Daten von 36.000 österreichischen Beamten erhalten haben, inklusive Angaben zu verdeckten Ermittlern und V-Leuten.
- Der Datensatz wurde mit der Kennung einer Beamtin angefordert und später beim Politiker Hans-Jörg Jenewein gefunden, Polizei vermutet Weitergabe nach Russland.


