
NZZ Akzent Warum Iraner trotz Krieg zurückwollen
Mar 23, 2026
Nicole Anliker, Korrespondentin in der Türkei und Südosteuropa, berichtet aus Istanbul über Iraner, die trotz Bombardierungen heimkehren. Sie schildert Begegnungen an einer Busstation. Es geht um Angst, Pflichtgefühl, wirtschaftliche Gründe, veränderten Busverkehr und die emotionale Ungewissheit vor der Abfahrt.
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Episode notes
Lale fährt trotz Bomben zurück
- Nicole Anliker traf Lale Hayati in einem Reisebüro in Istanbul, die mit ihrem Mann per Bus in den Iran zurückreiste trotz Bombardierungen.
- Lale betonte, sie habe keine Angst, sehe die Angriffe als gezielt gegen Militär und wolle zurück, um bei der Familie zu sein.
Busverkehr ersetzt Flugverbindungen
- Der Busverkehr zwischen Istanbul und Teheran hat sich wegen Flugausfällen stark erhöht; von drei auf etwa 13 Busse.
- Fahrer wie Faro Greza pendeln seit Jahren, die Fahrt dauert rund 34 Stunden plus lange Wartezeiten an der Grenze.
Alltag trotz Nähe der Angriffe
- Trotz naher Raketeneinschläge verhalten sich Pendler und Bewohner so, als sei der Alltag normal und Angst sei kaum präsent.
- Fahrer berichteten von Raketen 100 Meter vom Bus entfernt, trotzdem betonten sie, man sei 'an Kriege gewöhnt'.
