Erde und Umwelt

Munitionsbergung in Nord- und Ostsee

Jan 30, 2026
Jens Greinert, Tiefseewissenschaftler am GEOMAR, beschreibt hydroakustische Kartierung und wie sie hilft, versenkte Kriegsmunition in Nord‑ und Ostsee aufzuspüren. Es geht um Multibeam‑Techniken, Ausmaß und Verteilung der Altlasten, Bergungs‑ und Vernichtungsstrategien sowie logistische und ökologische Herausforderungen bei großflächigen Räumungen.
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INSIGHT

Auflösung Hängt Von Tiefe Und Plattform Ab

  • Hydroakustische Multibeam-Kartierung liefert je nach Tiefe stark unterschiedliche Auflösung und ist für Flachwasser besonders effektiv.
  • AUVs bringen Sonare näher an den Meeresboden und erhöhen die Auflösung von Metern auf Dezimeter.
ANECDOTE

Wie Die Forschung Bei Munition Begann

  • 2015 fragte der damalige GEOMAR-Direktor, ob man Munition im Meer kartieren könne, was Jens Greinert auf das Thema brachte.
  • Greinert entdeckte umfangreiche Versenkungsgebiete nahe Kiel und startete Untersuchungen an der Lübecker Bucht.
INSIGHT

Historische Versenkungen Schufen Heute Problem

  • Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Munition großflächig versenkt, um Deutschland schnell zu entmilitarisieren.
  • Heute liegen dadurch geschätzt 1,6 Millionen Tonnen Munition in deutschen Gewässern, mit langfristigen Umweltrisiken.
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