
Technik aufs Ohr - Der Podcast für Ingenieur*innen und Technikfans Folge 235 - Leichter, stärker, günstiger: Ist Schwefel die Zukunft der Batterietechnik?
Feb 18, 2026
Dr. Ulrich Ehmes, CEO des Berliner Start-ups theion und langjähriger Batterieexperte, erklärt Lithium‑Schwefel‑Technologie kurz und prägnant. Es geht um Schwefel als günstigen, leichten Rohstoff, neue Mikrostruktur‑ und Grenzflächenlösungen, aktuelle Zykluszahlen und Anwendungsfelder von Drohnen bis Luftfahrt. Außerdem Zeitplan zur Marktreife und Kombinationen mit Feststoffelektrolyten.
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Schwefel Als Günstige Leichte Kathode
- Schwefel ist ein attraktives Kathodenmaterial wegen Verfügbarkeit, Preis und Gewichtsvorteil.
- Es entsteht als Ölindustrieabfall (80 Mio. t/Jahr), kostet ~0,20 €/kg und wiegt nur ein Fünftel im Vergleich zu Nickel‑Mangan‑Oxid.
Wie Ulrich Zu Theion Kam
- Ulrich wechselte nach 16 Jahren in der Batterieindustrie zu Theion, nachdem ein Headhunter ihm das Startup vorstellte.
- Technische Due Diligence mit Gründer Marek und Investor Lukas überzeugte ihn, 4 Jahre später CEO zu werden.
Drei Technische Hürden Und Wie Theion Sie Löst
- Lithium‑Schwefel hat drei Hauptherausforderungen: Schwefel ist ein Isolator, es gibt den Polysulfid‑Shuttle und starke Volumenänderung.
- Theion nutzt leitfähige Beschichtungen, Prozessschritte gegen Shuttle und eine volumetrische Vorausdehnung plus monokristallinen Schwefel.
