
Hörsaal - Deutschlandfunk Nova Wer gewinnt? Geschichte der Jugendwettbewerbe
12 snips
Mar 13, 2026 Reinhild Kreis, Professorin für Geschichte der Gegenwart an der Universität Siegen, erläutert ihre Forschung zu Jugendwettbewerben im 20. Jahrhundert. Sie spricht über Wettbewerbe als Massenphänomen, die Rolle von Regeln und Themensetzung bei der Sichtbarmachung sozialer Leistung. Es geht um Organisation, Meritokratie und vier Modi, wie Wettbewerbe Tugenden und Selbstverortung erzeugen.
AI Snips
Chapters
Transcript
Episode notes
Der Nationale Wettbewerb Um Prestige
- Ab dem späten 19. Jahrhundert stieg Vergleichsmodus zwischen Nationen und Institutionen stark an.
- Preise, Olympische Spiele und Prüfverfahren verknüpften Prestige, Aufmerksamkeit und Legitimität als Wettbewerbsziele.
Breite Einbeziehung Statt Nur Eliteförderung
- Jugendwettbewerbe zielten weniger auf exklusive Elitesuche als auf breite Einbeziehung großer Jugendgruppen.
- Kreis betont das Format als Mittel, um zugleich herauszustechen und sich in eine Norm einzufügen.
Vom Adel Der Leistung Bis Zur Leistungselite
- Der Reichsberufswettkampf versprach, die tüchtigsten Jungarbeiter als neuen „Adel der neuen Zeit“ zu ermitteln.
- Helmut Kohl sprach 1983 beim Jugend forscht dagegen von Leistungseliten, die die Bundesrepublik brauche.
