
Das Wissen | SWR Jenny Erpenbeck: "Heimsuchung" | Sternchenthemen im Deutsch-Abitur 2026
Apr 2, 2026
Jenny Erpenbeck, deutschsprachige Schriftstellerin und preisgekrönte Autorin, liest aus ihrem Roman Heimsuchung und erläutert Hintergründe. Sie spricht über Recherche in Archiven, autobiografische Bezüge und die wechselnde Bedeutung von Heimat. Es geht um Hausgeschichte, Rückübertragung nach der Wende und literarische Figuren wie den Gärtner und Doris.
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Episode notes
Familienhaus Am Scharmützelsee Als Ausgangspunkt
- Erpenbeck erzählt, dass ihre Großeltern 40 Jahre Sommer im gepachteten Haus am Scharmützelsee verbrachten.
- Nach Rückübertragung in den 90ern verlor die Familie das Haus, was Erpenbeck zu Romanidee und Archivrecherche motivierte.
Ungleiche Rückübertragung Nach Der Wende
- Rückübertragungen nach der Wende waren massenhaft: 800.000 Anträge, 640.000 bewilligt, oft mit finanzieller Benachteiligung der DDR-Besitzer.
- Kaufpreise wurden halbiert durch Währungsumstellung; viele Familien konnten deshalb nicht kaufen.
Mehrdeutiger Titel Heimsuchung
- Der Titel Heimsuchung trägt doppelte Bedeutung: das Bedrohtwerden und die Suche nach Heim.
- Erpenbeck nutzt die Ambivalenz, um sowohl Verheerung als auch Heimsuche thematisch zu verknüpfen.





